Bericht aus der Virnsberger Kerwazeitung 2014

         
Achtung! nicht ganz ernst gemeint, aber von der Sache her richtig.

Der ewige Wutbürger

 

Bei einer Fahrt durch das wunderschöne Dorf Virnsberg entlang der Hauptstrasse wird man schon einmal von einem Bären gegrüßt. Halt nochmal zurück! Von einen Bären?!? Richtig, von einen freundlich grüßenden Bären im Vorgarten eines Hauses, das durch seinen griechischen, schwedischen Stil hervorsticht. Neben den Bären zieren eine griechische Statue und eine große Grillkota den Vorgarten. Der Weg bis zu dieser traumhaften Idylle war nicht einfach.

Denn ein gewisser Virnsberger Ureinwohner, nennen wir ihn mal "Herr SauberGulli" ist zu dieser Zeit im Besitz das angrenzenden Bauplatzes und nutzt jede noch so kleine Gelegenheit, seinen Mitmenschen auf den Sack zu gehen.

Bei der Planung des letzten Projekts, der Grillkota, wurden deshalb weltweit alle Gesetzesbücher durchforstet, wie ein Baustopp erzwungen werden kann. Der bevorstehende Baubeginn und alle Pläne zur Erbauung der Grillkota wurden vorbildlich bei der Gemeinde angemeldet. Damit stand dem Projekt eigentlich nichts mehr im Wege, wäre da nicht der einfallsreiche Herr SauberGulli. Als schließlich eine Gärtnerei mit zwei Männern und einem Bagger anrollte, um das geplante Fundament für die Grillkota zu setzen, ist die Geduld von Herrn SauberGulli endgültig am Ende.

 

 

Wutentbrannt setzt er verbal alles daran, einen Baustopp zu erzwingen. Als Worte nichts mehr helfen, schreitet er zur Tat. Dass sein Gehstecken gegen einen Bagger nicht viel anrichtet, ist Herrn SauberGulli zu dieser Zeit absolut nicht bewusst. Die Gartenarbeiter, die sich sicherlich ein Lächeln verkneifen mussten, wollten nur ihre Arbeit erledigen und kontaktierten den Chef der Gärtnerei. Dieser wiederum erreichte den zukünftigen Grillkota-Besitzer, welcher schnell von seiner Arbeitstätte  zum Wohnhaus eilte. Zeitgleich wurde der Bürgermeister der Gemeinde Flachslanden herbeigerufen, der dem Bau nochmals zustimmte.

Auch eine hitzige Diskussion mit dem Hausbesitzer konnte den Steckenkämpfer nicht vom rechtens angemeldeten Bau der Grillkota überzeugen. Als wären noch nicht genug Personen anwesend, wurde von einem unbekannten Beobachter die Polizei herbeigerufen. Noch nicht einmal die Polizeistreife konnte den  Choleriker beruhigen. Da dieser noch immer gewaltbereit mit seinem Stock da stand, bereit es mit dem Hausbesitzer, Bürgermeister, zwei Gartenarbeitern und zwei Polizisten aufzunehmen, und wie ein Stier nur noch rot sah, halfen auch die nervösen Rufe seiner Frau "Herr SauberGulli, komm her!" nicht. Nach mehrmaligen  Draufhinweisen der Polizei, dass Grundstück zu verlassen, zog Herr SauberGulli vom Kriegsschauplatz ab.

 

 

Anmerkung:

 

Die Kerwazeitung ist eine fränkische Tradition, in welcher die Lustigen Ereignisse des Jahres aus dem Ort in übertriebener Form aufgearbeitet werden. Sozusagen die fränkische Form des "Derblecken"

Daher ist dieser Bericht nicht ganz ernstzunehmen.

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